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Datum/Zeit
Datum - 10.05.2025
16:30 - 18:00
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Veranstaltungsort
NS-Dokumentationszentrum München

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„Arbeit macht frei“ – kaum ein Satz steht so paradigmatisch für die Arbeitsideologie der Nationalsozialsten. Ihr Arbeitsbegriff suggeriert, dass es verschiedene Arten von Arbeit gab: Auf der einen Seite, die der Propagandamaschinerie „deutscher Arbeit“, die durch Instrumente wie „Kraft durch Freude“ oder die „Deutsche Arbeitsfront“, gegründet am 10. Mai 1933, geprägt war. Auf der anderen, die Arbeit, die den Insassen von Konzentrationslagern und Zwangsarbeiter*innen auferlegt wurde. Doch was umfasst der Begriff der „deutschen Arbeit“? Worauf fußt diese Vorstellung? Worin hat sie überdauert? Und wie ist die Inschrift, die an den Lagertoren von Auschwitz, Dachau, Sachsenhausen und andernorts von außen zu lesen war, zu verstehen?

Nikolas Lelle nimmt die Ausprägungen und das Erbe der nationalsozialistischen Arbeitsideologie in den Blick. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Arbeit und, die vorbereitend auf die Eröffnung des nsdoku Neuaubing, das auf dem Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeiter*innenlagers entsteht, stattfindet.

Nikolas Lelle, Philosoph und Soziologe, setzt sich intensiv mit dem Arbeitsbegriff der Nationalsozialisten auseinander. Nach seiner vielbesprochenen Dissertation „Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe“ (2022) erschien 2024 „‚Arbeit macht frei‘. Annäherungen an eine NS-Devise“. Seit 2020 arbeitet er zudem bei der Amadeu Antonio Stiftung.

Moderation: Manon Haase ist Teil des Projektteams für das nsdoku Neuaubing und befasst sich mit musealen wie performativen Praktiken des Erinnerns.

Die Veranstaltung ist Teil des Jubiläumsprogramms „10 Jahre nsdoku“.

Teilnahme kostenfrei. Keine Anmeldung notwendig. Weitere Informationen unter nsdoku.de/programm.